Über Alpakas

Eine Frage wird uns immer gestellt: 


"Warum eigentlich Alpakas?"


Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Ein paar Minuten mit ihnen und man kann sich der Magie, die Alpakas ausstrahlen, nicht mehr entziehen. Sie sind etwas ganz Besonderes.


Kommen Sie vorbei und erleben Sie es. Die beste Methode um zu verstehen wie es uns geht. 


Das Alpaka (Vicugna pacos) ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierende Kamelform, die vorwiegend ihrer Wolle wegen gezüchtet wird. Das ist allerdings eine kleine Wissenschaft für sich, wenn man die Qualität der Tiere dauerhaft verbessern möchte. Unter anderem durch Faseranalysen, die man von den einzelnen Tieren im Labor erstellen lässt, wird die Anpaarung der Tiere ausgesucht. Ein Alpaka trägt ca. 11 1/2 Monate, sodass der gewünschte Erfolg nur einmal im Jahr sichtbar wird. 

Die Ovulation bei der Alpakastute wird erst durch den Deckakt ausgelöst . Damit sind Alpakastuten das ganze Jahr über fähig, erfolgreich gedeckt zu werden und sind nicht an eine bestimmte Jahreszeit oder Saison gebunden. Allerdings ist es sehr ratsam nur zwischen Mai und August zu decken, da die Fohlen bei kaltem Wetter auch erfrieren können, da sich ihr Vlies zum Wärmeschutz erst noch bilden muss. 

Die Tragzeit beträgt 340 bis 345 Tage, danach bringt das Weibchen ein einzelnes Jungtier – in Südamerika Cria genannt – zur Welt. Dieses wird rund sechs bis acht Monate gesäugt und erreicht mit durchschnittlich 12 bis 24 Monaten die Geschlechtsreife, individuelle Früh- und Spätentwickler sind möglich.

Es gibt zwei Alpakatypen, das Huacaya und das Suri. Sie unterscheiden sich in der Struktur ihrer Faser: Das Huacaya-Alpaka hat eine feine, gleichmäßig gekräuselte Faser und einige Grannenhaare (Deckhaare), die möglichst fein sein sollten. Das Suri-Alpaka hingegen hat keine Kräuselung in der Faser, das Haar bildet gelockte, gerade Strähnen, die am Tier herabhängen. Dadurch wirken Suris oft schmaler als Huacayas. In Deutschland gibt es mehr Huacayas als Suris.

 

 

Wie bei allen Kamelen ist der Körperbau der Alpakas durch relativ langgestreckte, schlanke Beine, einen langen, dünnen Hals und einen kleinen, dreieckigen Kopf charakterisiert. Als Neuweltkamele haben sie keinen Höcker. Sie sind etwas kleiner als Lamas, mit einem Gewicht von etwa 55 bis 65 Kilogramm sind sie vor allem deutlich leichter, Hengste können jedoch bis zu 80 Kilogramm schwer werden. Die Farben der Tiere reichen von reinweiß über beige zu allen Braun- und Rotbrauntönen bis hin zu Grauabstufungen und tiefschwarz. Es gibt außerdem mehrfarbige, gescheckte Tiere in vielen Variationen. 

 

 

Die Lebenserwartung eines Alpakas liegt zwischen 20 und 25 Jahren.


Alpakas sind soziale Tiere, es sollten mindestens 3 Tiere zusammengehalten werden, mehr ist allerdings besser und die Alpakas fühlen sich wohler. Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich ausschließlich von Heu und Gras. Wie alle Kamele haben sie einen dreiteiligen Magen, der das Verdauen der Pflanzennahrung erleichtert. Auch verfügen sie nicht über obere Schneidezähne, sondern eine Kauplatte.

Die Tiere werden einmal jährlich geschoren, meistens zwischen April und Mai (kommt immer darauf an wie lang der Winter ist). Die Rohwolle kann zu hochwertigem Alpakagarn, Wolle oder z.B. Bettdecken und Teppiche verarbeitet werden. Der Faserertrag beim Scheren eines Tieres liegt bei zwei - fünf Kilogramm pro Tier und pro Jahr, davon sind jedoch nur etwa zwei Kilogramm nutzbar, da es unterschiedliche Qualitäten der geschorenen Wolle gibt.  Aus der ersten Kategorie werden Garen und Wolle hergestellt. Aus der dritten Teppiche.  

Die Domestizierung der Alpakas wie auch der Lamas setzte schon um 3000 v. Chr. ein. Während das Lama den südamerikanischen Zivilisationen vor allem als Lasttier diente, wurde das Alpaka wegen seiner Wolle gezüchtet. Bei den Inkas galt ein Alpakamantel als Zeichen des Wohlstands; allerdings war der herrschenden Kaste die noch feinere Wolle der Vikunjas vorbehalten. Die Inkas züchteten große Alpakaherden. Dies änderte sich mit der Eroberung Perus durch die Spanier, die Schafe mitbrachten und kein Interesse daran zeigten, die einheimischen Nutztiere zu erforschen. So wurde das Alpaka zum Nutztier der armen, indianischen Bevölkerung und war zwischenzeitlich fast ausgestorben.

Erst mit der Unabhängigkeit der Staaten Südamerikas erkannte man erneut den Wert des Alpakas. Die Zucht wurde wiederaufgenommen und die Wolle in alle Welt exportiert. Heute gibt es etwa drei Millionen Alpakas, vorwiegend im südlichen Peru, dem westlichen Bolivien und Chile.

Auch in Deutschland werden zunehmend mehr Alpakas gehalten, teils als Hobby, teils zur Züchtung. Die Zuchttiere wurden anfänglich importiert, doch mittlerweile weisen die Alpakas in Deutschland die notwendige Qualität der Faser auf und es gibt die Tendenz, mehr auf die Stammbäume zu achten.







Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alpaka_(Kamel)